IT-Kurznachrichten




Update: 23.07.17

Sicherheitsupdate für Boot Camp

Apples Boot Camp ist eine Software, um auf einem Intel-Mac neben Mac OS auch Windows laufen zu lassen. Die notwendigen Treiber für die Windows Installation sowie Hilfe bei der Partitionierung der Festplatte werden vom Boot Camp bereitgestellt. In der Broadcom WiFi-Komponente für die Apple Geräte MacBook Air und MacBook Pro ab der Version 'Late 2010' und später sowie für Mac mini, iMac und MacBook ab der Version 'Mid 2010' und später existiert eine unter dem Namen 'Broadpwn' bekannte Schwachstelle, die es einem Angreifer aus dem Internet ermöglicht Befehle mit erweiterten Privilegien auszuführen. Ein Angreifer kann dadurch massiven Schaden auf Ihrem Gerät verursachen und eventuell sogar die vollständige Kontrolle darüber erlangen.

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Sicherheitsupdate auf Apple iOS 10.3.3

iOS ist das Standardbetriebssystem auf Apple-Geräten wie iPhone, iPod touch und iPad. Es wurde auf Basis des Betriebssystems MAC OS X entwickelt. In verschiedenen von Apple iOS bis einschließlich Version 10.3.2 intern verwendeten Komponenten existieren mehrere, zum Teil schwerwiegende Sicherheitslücken. Ein Angreifer aus dem Internet kann diese insgesamt 47 Sicherheitslücken für das Ausführen beliebigen Programmcodes, auch mit erweiterten Privilegien, das Ausspähen persönlicher Daten, die Darstellung falscher Informationen sowie das Bewirken von Denial-of-Service-Zuständen (Gerät reagiert nicht) ausnutzen. Insbesondere durch das Ausführen von Befehlen mit erweiterten Privilegien kann ein Angreifer massiven Schaden auf Ihrem Gerät verursachen und eventuell sogar die vollständige Kontrolle über Ihr Gerät erlangen.

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Apple Sicherheitsupdates für Mac OS X und macOS Sierra

Das Betriebssystem Mac OS X ist der Standard auf Apple Laptops und Desktop-Geräten. Das von Apple entwickelte Betriebssystem macOS Sierra ist der namentliche Nachfolger von Mac OS X ab Version 10.12 für Macintosh-Systeme (Desktop und Server). Apple veröffentlicht macOS Sierra 10.12.6 und schließt damit Sicherheitslücken, durch die ein nicht angemeldeter Angreifer aus dem Internet intendierte Sicherheitsmaßnahmen umgehen, Daten auf Ihrem Rechner ausspähen oder beliebigen Programmcode auch mit erhöhten Privilegien auf Ihrem System ausführen kann. Durch einen solchen Angriff kann Ihr System auch dauerhaft unter die vollständige Kontrolle des Angreifers gelangen, weshalb Sie der Update-Empfehlung der Hersteller zügig nachkommen sollten. Auch die Mac OS X Versionen El Capitan und Yosemite sind von mehreren der Schwachstellen betroffen und sollten entsprechend aktualisiert werden.

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Apple veröffentlicht Sicherheitsupdates für den Safari Webbrowser

Der Webbrowser Safari wurde von Apple für MAC OS X entwickelt. Apple schließt mit der neuen Safari Version für OS X Yosemite, OS X El Capitan und macOS Sierra mehrere Sicherheitslücken, durch die ein Angreifer aus dem Internet unter anderem beliebigen Programmcode auf Ihrem System ausführen, Informationen ausspähen sowie falsche Informationen darstellen kann. Insbesondere durch die Ausführung beliebigen Programmcodes kann ihr System nachhaltig geschädigt werden. Die Ausnutzung der meisten Sicherheitslücken erfolgt durch den Besuch einer bösartig manipulierten Webseite, zu deren Besuch Sie häufig über SPAM-Emails verleitet werden sollen.

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Apple veröffentlicht iCloud für Windows 6.2.2

Apple iCloud ist eine Softwarelösung von Apple, die verschiedene Dienste aus dem Angebot von Apple und persönliche Daten von Nutzern auf entfernten Servern von Apple archiviert, um sie nach Bedarf zur Verfügung zu stellen oder mit lokalen Geräten zu synchronisieren. Mit dem Update auf iCloud für Windows 6.2.2 behebt Apple mehrere Sicherheitslücken, die zur Beschädigung Ihres Systems führen können. Ein Angreifer aus dem Internet, der manipulierte Webinhalte bereitstellt, kann darüber auf Ihrem System beliebige Anweisungen zur Ausführung bringen sowie Informationen ausspähen und es eventuell massiv schädigen. Sie sollten der Update-Empfehlung des Hersteller daher zeitnah nachkommen.

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heise online News

Update: 25.07.17

Leica warnt vor Visoflex-Aufstecksucher an Digitalkamera TL2

Diskrimierende Algorithmen: Gruppe will "Algorithmic Bias" bekämpfen

4W: Was wirklich wahr war, im dritten Teil des Sommerrätsels

EU-Kartellstrafe lässt Gewinn der Google-Mutter Alphabet einbrechen

Satelliten erfassen geheime Ölreserven




com! professional

Update: 25.07.17

Google-Mutter Alphabet muss sich mit 3 Milliarden begnügen

Die Google-Mutter Alphabet muss aufgrund der EU-Kartellstrafe einen starken Gewinneinbruch hinnehmen. Dennoch verzeichnet der Internetkonzern für das abgeschlossene Quartal einen Überschuss von 3 Milliarden Euro.

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Aufspaltung der Bitcoin-Blockchain wurde abgewendet

Bitcoin hat seine erste große Zerreißprobe überstanden. Annähernd 100 Prozent stimmten für das geplante Update Segwit2x. Bei deutlich weniger Zustimmung hätte im schlimmsten Fall eine Aufspaltung der Blockchain gedroht.

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Lyft geht unter die Autoentwickler

Der Trend soll angeblich zum selbstfahrenden Auto gehen. Die Mitfahrvermittlung Lyft will diesen Zug nicht verpassen und steigt jetzt in die Entwicklung von Technologie für autonome Fahrzeuge ein.

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Diese Tools wirft Microsoft aus Windows 10

Microsoft setzt den Rotstift an und entfernt mit dem kommenden Fall Creators Update zahlreiche alte Tools aus Windows 10. Auch der Klassiker Paint wurde als veraltet eingestuft und könnte schon bald folgen.

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Sicherheit gehört ins IT-Management

Auch wenn es mancher Anbieter anders suggeriert: APT, IDS und all die Security-Technologien schützen nicht vor Angriffen, wenn Sicherheit nicht integraler Bestandteil des IT-Managements ist.

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Update: 25.07.17

Pokémon Go: Live-Event ist eine Katastrophe

Die Entwickler von "Pokémon Go" wollten den ersten Geburtstag des Spiels mit einem Fest begehen. Tausende Fans pilgerten dafür nach Chicago - aber die Party missglückte wegen technischer Probleme Mehr dazu sowie andere aktuelle Pokémon-Go-Themen lesen Sie in diesem News-Ticker.

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Snapchat am Ende? Aktie fällt auf Allzeit-Tief

Knapp vier Monate nach dem Börsengang sind die Aktien von Snap Inc., der Muttergesellschaft von Snapchat auf einen neuen Tiefstand von 15 Dollar gefallen. Die Smartphone-App Snapchat ist vor allem wegen der Filterfunktionen, die Nutzer auf ihre Fotos anwenden können beliebt. Botschaften und Fotos die auf Snapchat versendet werden, verschwinden nach

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WhatsApp baut um: Werden Funktionen bald kostenpflichtig?

Weltweit hat WhatsApp etwa 1,2 Milliarden Nutzer und ist damit der größte Messengerdienst - wirft aber offensichtlich nicht so richtig viel Geld ab. In einer Stellenausschreibung sucht das Unternehmen nun nach Produktmanagern, die Whatsapp besser vermarkten.

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Darknet-Portal AlphaBay: Besitzer häufte gigantisches Vermögen an

Drogen, Waffen, Kinderpornos: Über Handelsplattformen in verborgenen Teilen des Internets werden illegale Dinge verkauft. Nach einer Razzia haben Behörden die wohl wichtigste Plattform im sogenannten Darknet geschlossen. Jetzt stellt sich heraus: Die Betreiber machten durch die illegalen Geschäfte ein Millionenvermögen.

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Erstaunliche Entdeckung: Auf dem Mond gibt es mehr Wasser als gedacht

Der Mond besitzt viel mehr Wasser als gedacht. Das schließen zwei US-Forscher aus der Analyse von Daten der indischen Mondsonde "Chandrayaan-1".

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Update: 13.07.17

Kostenlose Kreditkarten im Vergleich: Hier zahlen Sie nichts

Eine kostenlose Kreditkarte gehört zur Grundausstattung. Selbst wenn man nicht oft online mit Kreditkarte zahlt, braucht man sie spätestens zum Einchecken ins Hotel. Doch welche Kreditkarte ist wirklich komplett kostenlos? Wir checken Gebühren, Geldabhebe-Möglichkeiten und Auslandseinsätze. Diese Kreditkarten sind empfehlenswert.

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Update: 24.07.17

W10Privacy 2.5.0.0 Deutsch

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Update: 23.07.17

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RSS Feed Ratgber

Update: 21.07.17

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Update: 25.07.17

Technologiesprünge: Wieso die Fintech-Nutzung in reichen Ländern hinterherhinkt

In Schwellenländern ist die Bereitschaft zur Nutzung von Fintech-Diensten größer als in entwickelten Nationen. Martin Weigert analysiert in seiner Kolumne Weigerts Word, was dahintersteckt.

Eine kürzlich veröffentlichte Studie der Beratungsgesellschaft EY attestiert China und Indien die höchste Nutzung von Fintech-Diensten unter insgesamt 20 untersuchten Ländern. 69 beziehungsweise 52 Prozent der Online-Anwender haben demnach innerhalb der vergangenen sechs Monate mindestens zwei Fintech-Services verwendet. In Deutschland sagen das nur 35 Prozent von sich ? immerhin zwei Prozent mehr als in den USA und fünf Prozent mehr als in der Schweiz, aber weniger als in Mexiko und Brasilien. Generell schlagen sich in dem Ranking die Schwellenländer deutlich besser als die wirtschaftlich entwickelten Nationen.

?Altmodische Banken und Kreditkarten-Anbieter?

Der Tenor der EY-Studie wurde vor einigen Tagen vom Schweizer Uhrenhersteller Swatch bestätigt. Das Unternehmen präsentierte gerade die zweite Generation seiner Uhr mit kontaktloser Zahlungsfunktion. Anders als die Vorgänger-Lösung wird ?Swatch Pay? aber in der Schweiz gar nicht erst angeboten. Stattdessen fokussiert sich die Traditionsfirma mit dem neuen Produkt erst einmal komplett auf China. Swatch begründet die Entscheidung, den Service nicht in Europa anzubieten, mit ?altmodischen Banken und Kreditkarten-Anbietern? bei uns, so die Schweizer Handelszeitung.

Das Beispiel der hinterherhinkenden Nutzung von Fintech-Diensten in den reichsten Nationen der Erde repräsentiert ein wiederkehrendes Phänomen, bei dem langjährige Innovationsführer plötzlich von anderen, bislang wirtschaftlich und in Sachen Infrastruktur weitaus schwächeren Ländern durch technologische Sprünge überholt werden. Die Dynamik erinnert an Clayton Christensens berühmtes ?Innovators Dilemma?. Nur stehen hier nicht einzelne, durch Erfolg träge gewordene Unternehmen im Fokus, sondern makroökonomische und gesamtgesellschaftliche Tendenzen.

Die offensichtlich höhere Bereitschaft von Menschen in Schwellenländern, Fintech-Services auszuprobieren, hängt eng mit der besonderen Bedeutung des mobilen Internets dort zusammen. Während die meisten Bürger in den wohlhabenden Ländern ihre ersten Gehversuche im Digitalen mittels PC und Festnetzinternet unternahmen, ist für Hunderte Millionen Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern das Smartphone das selbstverständliche ? und häufig ihr erstes eigenes ? Werkzeug, um ins Netz zu gehen. Unternehmen in diesen Märkten reagierten früh, indem sie ihre Dienste primär oder ausschließlich für Smartphones entwickelten. So entstand eine sich selbst verstärkende Dynamik, die zu einer breiten Akzeptanz des Smartphones als Universal-Tool für jedes Alltagsproblem führte. Dazu gehören eben auch Finanzgeschäfte. Und da viele Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländer kein Bankkonto besitzen, fehlen häufig die bei uns ausgeprägten Wechselbarrieren. Für Newcomer im Fintech-Bereich sind dies paradiesische Verhältnisse.

Gewohnheiten stehen im Weg

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Anders als in Deutschland und vergleichbaren Nationen mussten sich die meisten Nutzer in China, Indien oder Brasilien nicht zuvor mit dem stationären Internet angelernte Verhaltens- und Denkmuster abgewöhnen. Hierzulande stellen Smartphones in den Augen vieler noch immer maximal einen funktional eingeschränkten Ersatz-PC dar. Auch weil die gesamten Strukturen der Wirtschaft und ihre hiesigen Entscheider dieses Narrativ seit einem Jahrzehnt akzeptieren, bleibt die rasante, vom Smartphone befeuerte Dynamik aus, mit der etwa in China gerade das Bezahlen revolutioniert wird.

Das Phänomen des technologischen Überholtwerdens ist nicht exklusiv der digitalen Sphäre vorbehalten. Wer beispielsweise in asiatischen Metropolen wie Seoul, Hongkong oder Singapur mit dem Flugzeug ankommt oder U-Bahn fährt, der wird hinsichtlich Infrastruktur mit einer Modernität, Effizienz und Cleverness konfrontiert, die man in vielen europäischen Städten vergeblich sucht. Lösungen, die vergleichsweise jung sind, besitzen gegenüber solchen mit deutlich mehr Jahren auf dem Buckel augenscheinliche Vorteile, was Anpassungsfähigkeit, Skalierbarkeit und Wartung angeht.

Manchmal kommt das Überholtwerden aber auch schlicht dadurch zustande, dass ein Land in Sachen High-Tech derartig vor allen anderen liegt, dass es frühzeitig Lösungen entwickelt, die dann jedoch von anderen Nationen nicht übernommen werden. Stattdessen setzen sich komplett andere globale Standards durch. Der einstige Pionier wird schlagartig technologisch abgehängt. Japan hat diesen als ?Galápagos-Syndrom? bezeichneten Prozess zuletzt mehrfach erlebt.

Hoffnung für Deutschland

Das Überholtwerden einstiger Technologie- und Infrastruktur-Platzhirsche gehört wahrscheinlich zu den unvermeidbaren Vorgängen. Wer in einem Bereich an der Spitze liegt, neigt dazu, die entsprechende Technologie zu ?verwalten? und zu optimieren. Anderswo wird diese Technologie einfach übersprungen.

Für Deutschland gibt die beschriebene Gegebenheit aber sogar Grund zu Optimismus ? zumindest beim Thema Breitbandinternet: Denn mit einem frühzeitigen, rasanten und flächendeckenden 5G-Ausbau könnte man im Prinzip auf einen Schlag weltweite Spitze bei der Geschwindigkeit und Kapazität werden. Dann ist es irgendwann vielleicht egal, dass in den zwei Dekaden davor Breitbandverbindungen im globalen Vergleich langsam und überteuert waren.

Weitere Kolumnen der Serie Weigerts World findet ihr hier. Ihr könnt die vom Autor täglich kuratierten News zur Netzwirtschaft abonnieren oder seinen wöchentlichen E-Mail-Newsletter mit englischsprachigen Leseempfehlungen beziehen.

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Google-Suche: Updates sorgen für Unruhe in der SEO-Szene

Hat Google Veränderungen an seinem Algorithmus für den deutschsprachigen Raum vorgenommen? Sieht so aus ? und einer der Verlierer ist ein ganz großer.Die Indizien verdichten sich, dass Google irgendwann um Ende Juni ein Update seines Suchalgorithmus für den deutschsprachigen Markt ausgerollt hat, das deutlich umfangreicher oder zumindest weitreichender war als die üblichen Updates, von denen die SEO-Branche oftmals gar nichts mitgekommt. Seit einigen Tagen berichten immer mehr SEO-Experten über auffällige Veränderungen in den Suchergebnislisten ? in beide Richtungen übrigens und nicht nur beschränkt auf den deutschsprachigen Raum, sondern auch für andere Länder, vor allem Frankreich und die USA. Und selbst Endanwendern fällt auf, dass es da einige Verschiebungen gibt.

Google profitiert von der Wikipedia ? die hat aber wenig davon

Die Auffälligste: Suchergebnisse der Wikipedia, die in der Vergangenheit immer ganz weit oben performten, sind nun etwas abgeschlagen weiter hinten zu finden. Google will hier offenbar seinem Knowledge-Graph weiter Rückenwind verschaffen. Das ist verständlich, schließlich muss der Nutzer so im Idealfall gar nicht mehr die Suchergebnisse verlassen und erhält in vielen Fällen in kurzen Sätzen die wichtigsten Informationen auf eine Frage. Besonders ärgerlich ist das für die Wikipedia deshalb, weil die Knowledge-Graph-Informationen ja eben jene sind, die oftmals gerade aus der Wikipedia gespeist werden.

Dieser Effekt dürfte insbesondere für Nutzer der mobilen Geräte unterwegs hilfreich sein: Schließlich spielt hier die schnelle Zugreifbarkeit von Informationen noch eine wichtigere Rolle als am Desktop-Gerät, wo nicht jeder Klick so stark zählt.

Es gibt nicht nur Verlierer beim aktuellen Update

Doch wer hat von dem Update profitiert? Auffällig gut performen aktuell in vielen Begriffskombinationen die Übersetzungsdienste, wie Leo.org oder Linguee. Ob Google das beabsichtigt, um seinen internen Suchdienst nach und nach auszuweiten, oder ob es sich eher um einen Nebeneffekt handelt, ist unklar. Gewonnen haben aber auch Dienste wie Spotify und Reddit ? deren Content habe laut Searchmetrics in der Sichtbarkeit zugenommen.

Insgesamt, so beobachten die Analysten von Sistrix, ist die Zahl der indexierten Seiten pro Domain in den letzten Wochen stark zurückgegangen, wenn man der ?site:?-Suche glauben darf. Einige große Sites von Heise über Zeit.de bis hin zu Chefkoch und Meinestadt.de haben mehr als zwei Drittel der indexierten Seiten verloren ? allerdings lässt sich hier kein konkretes Muster erkennen, wie auch Sistrix selbst zugibt. Hinzu kommt, dass die Stichprobe auf gerade einmal 20 großen Domains basiert und somit alles andere als repräsentativ ist. Im Übrigen ist die Site-Suche schon deswegen mit Vorsicht zu genießen, da sie vor allem schnell und nicht genau sein soll und somit andere Ergebnisse liefert als die Google-Search-Console.

Google-Update: Kein eindeutiges Bild für Website-Betreiber

Eine weitere Neuerung, die ebenfalls den Knowledge-Graph betrifft, dürfte vor allem Hobbyköchen gefallen und Menschen, die auch die einfachsten Fragen über eine Suchmaschine zu klären versuchen: Zu bestimmten gängigen Suchanfragen wie ?Nudeln kochen? liefert Google jetzt gleich kurze Anleitungen. Es steht zu vermuten, dass hiervon zum einen bestimmte Koch-Sites negativ betroffen sind, aber auch Frage-Antwort-Sites.

Unterm Strich bleibt festzuhalten: Die Vielzahl der Veränderungen zeigt kein klares Bild und keine Richtung, in die Website-Betreiber jetzt unbedingt gehen müssen. Vielmehr sollten Publisher in den nächsten Wochen Veränderungen genau beobachten und mittelfristig agieren. Schließlich kann es auch sein, dass Google seinerseits nachjustiert.

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ICO-Fieber: Wer bleibt als Amazon der Blockchain-Blase über?

Blockchain ist das neue Internet ? zumindest erinnern die Millionen-Finanzierungen neuer Blockchain-Unternehmen mit Kryptogeld an die Auswüchse der Dotcom-Ära. Was wird bleiben? Die Neuland-Kolumne.

Der steile Aufstieg der Kryptowährung Bitcoin in den vergangenen Jahren hat die Blockchain-Technologie bekannt gemacht. Dabei nutzt Bitcoin die Blockchain ? eine dezentral verteilte Datenbank, die Transaktionen mittels Kryptografie absichert ? nur für einen einzigen Zweck: Nachzuhalten, wer welche Anteile an Bitcoin besitzt und an wen übertragen hat. Bitcoin hat sich damit als das digitale Gold des Internets etabliert ? wenn es an den Krypto-Märkten kriselt, fliehen Anleger inzwischen zu Bitcoin als sicherer Hafen.

Der zweite Star unter den Krypto-Projekten ? Ethereum ? zeigt in der Praxis, dass die Blockchain in der Praxis deutlich mehr kann. Das Projekt kämpft aber mit Problemen wie Hacks, die laut Kritikern auch in der grundlegenden Architektur von Ethereum begründet liegen. Die Hoffnung auf eine neue Blockchain-Technologie, die Ethereum ablöst, hat einen neuen, komplett unregulierten Goldrausch ausgelöst: Massenhaft stecken überwiegend Privatinvestoren ihr Geld in Blockchain-Startups, die die Blockchain 3.0 versprechen und Ethereum ablösen sollen ? die sogenannten ICOs und Token Sales. Tatsächlich könnte diese gerade jetzt entstehen und das Fundament für eine neue Art des Internets legen.

Doch der Reihe nach: Ethereum bildet in der Blockchain eine komplette Programmiersprache ab. Daher können darüber auch Verträge geschlossen werden, sogenannte ?Smart Contracts.? Dank der dezentral berechneten Blockchain kann jeder einen dieser Verträge in Code schreiben und auf der Blockchain laufen lassen ? ohne irgendjemanden dafür um Erlaubnis zu fragen.

Die programmierten Verträge brauchen keinen Richter oder Gerichtsvollzieher, um durchgesetzt zu werden ? denn im Code selbst steckt der Vertrag. Wer einen solchen Vertrag eingeht ? in der Regel, indem er die Digitalwährung Ether an eine Adresse schickt ? sollte den Code also genau lesen und verstehen. Durchgesetzt wird der Vertrag über die Logik der Blockchain und die sogenannten Miner, die Rechenkraft zur Verfügung stellen, um Transaktionen gegen Gebühr sicherzustellen oder neue Coins zu minen.

Dass die Smart Contracts nicht immer ganz so smart sein müssen, zeigen eine ganze Reihe von spektakulären Hacks. In allen bisher bekannten Fällen wurden die Verträge schlampig programmiert, wodurch Angreifer Ether in Millionenhöhe erbeuten konnten. Die Tatsache, dass Code immer anfällig für Fehler ist ? fahrlässige wie böswillige ? sehen manche als grundsätzliches Problem von Ethereum.

ICO-Boom: Ist die Zeit reif für eine Blockchain 3.0?

Vor allem  die Programmiersprache von Ethereum namens Solidity mit einer Syntax ähnlich der zu Javascript wird häufig wegen Sicherheitsproblemen kritisiert. Der Vorwurf: Statt sich an der wissenschaftlichen Forschung zum Thema Smart Contracts zu orientieren, erlaube sie zu viel und führe so schnell zu Programmierfehlern wie im Falle der auf Ethereum basierenden selbstständigen ?dezentralen autonomen Organisation? DAO ? dem Versuch, eine automatisierte Investmentfirma auf Basis der Blockchain aufzubauen.

Ethereum erlaubt Smart Contracts ? nicht ohne Risiko. (Illustration: Vitaminco/Shutterstock)

Doch statt die Teilnehmer von DAO reich zu machen, führte es in die bislang größte Krypto-Katastrophe: Aufgrund eines Programmierfehlers wurden vor mehr als einem Jahr 3,6 Millionen Ether von DAO unbrauchbar gemacht ? damals hatten sie einen Wert von 65 Millionen Euro, heute wären sie rund 700 Millionen Euro wert. Die Ausnutzung der Schwachstelle im Code führte zur Spaltung des Ethereum-Projekts in Ether und Ether Classic ? bei Ether fand das Geld den Weg zu seinen Besitzern zurück, in der Classic-Welt hat die Rückabwicklung der DAO-Transaktionen nie stattgefunden.

Und die beiden Krypto-Stars Bitcoin und Ethereum haben weitere Probleme: Wer aktuell eine Bitcoin-Transaktion durchführen will, wartet teilweise mehrere Stunden, bis die Transaktion bestätigt ist ? zum Kaufen eines Burgers ist Bitcoin schon lange nicht mehr praktikabel. Bei Ether geht das zwar schneller ? allerdings nur, wenn nicht gerade wieder einer der begehrteren ICOs ? die Finanzierung eines neuen Startups meist im Blockchain-Bereich mit Hilfe von Ether ? stattfindet. Dann ist die Blockchain schnell verstopft.

ICO steht für Initial Coin Offering und lehnt sich sprachlich an die vor allem in den USA gebräuchliche Bezeichnung für einen Börsengang ? IPO, Initial Public Offering ? an. Um die strenge amerikanische Börsenaufsicht SEC nicht unnötig aufzuschrecken, werden die meisten der ICOs inzwischen aber als Token Sale bezeichnet. Anders als bei den hochregulierten Börsengängen ist bei ICOs und Token Sales allerdings höchst fraglich, was die Investoren rechtlich gesehen genau erwerben. Vermutlich, um sich vor Klagen zu schützen, lautet die juristische Antwort der meisten Unternehmen, die ICOs oder Token Sales derzeit durchführen: juristisch gesehen nichts. Die Tokens sind ein digitaler Spielstein, von dem derzeit niemand so genau sagen kann, wofür er mal gut sein wird. Einige der ICOs sind auch klarer Betrug.

Der Run auf die ICOs wird durch die Hoffnung auf eine Blockchain 3.0 verstärkt: Bitcoin bildete die Blockchain 1.0, Ethereum wird von manchen durch die Fähigkeiten der Smart Contracts als Blockchain 2.0 gesehen. Die Probleme bei der Skalierbarkeit und Anfälligkeit für Angriffe lassen zahlreiche Blockchain-Experten zu dem Schluss kommen, dass die Zeit für eine neue Blockchain-Technologie reif sein könnte. Diesmal vielleicht eine, die den Standard für viele Jahre setzt ? oder sogar Jahrzehnte. Die Marktkapitalisierungen von Bitcoin mit rund 45 Milliarden US-Dollar und Ethereum mit rund 21 Milliarden Dollar befeuern dabei die Phantasien für eine solche mögliche neue Basistechnologie.

Schaffen EOS oder Tezos einen Ethereum-Killer?

Tatsächlich haben gerade einige der Projekte besonders viel Geld eingesammelt, die so eine Blockchain 3.0 in Aussicht stellen: Das EOS-Projekt beispielsweise verspricht im White Paper, durch eine Parallelität der Blockchain-Berechnungen Millionen von Transaktionen durchführen zu können. EOS soll so ein kommerziell nutzbares Betriebssystem für dezentrale Applikationen werden, die auf der Blockchain aufsetzen. Tezos mit Sitz im schweizerischen Zug will eine neue Blockchain schaffen und sogar mit einem ?kleinen Nationalstaat? verhandeln, damit er die digitale Tezos-Währung als offizielle Landeswährung anerkennt.

Tezos startet nach seinem ICO mit einer 232-Millionen-Dollar-Finanzierung in Ether ? und stellte damit zunächst einen neuen Rekord auf. EOS sammelte bereits jetzt noch mehr Geld in Form von Ether ein ? mit einem ICO, der noch fast ein Jahr läuft. Schon nach fünf Tagen waren umgerechnet 185 Millionen Dollar zusammen, inzwischen sind es mehr als 300 Millionen Dollar und täglich kommen etwa drei Millionen dazu, Tendenz steigend. Ein EOS-Token wird derzeit für rund 1,64 Euro gehandelt ? am Ende soll es eine Milliarde davon geben.

Das sind die fünf wertvollsten Krypto-Währungen der Welt

Immer noch unbestritten die Nummer eins unter den Kryptowährungen: Bitcoin mit einer Marktkapitalisierung von rund 45 Milliarden Dollar. (Stand: Ende Juli 2017) (Foto: Shutterstock/Julia Tsokur)

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Es ist nicht einmal sicher, dass die Käufer der auf Ethereum basierenden Tokens diese später auch in die auf Basis der neuen Blockchain entwickelte EOS-Währung tauschen können. Die Tokens stellen auch keine Beteiligung am Unternehmen dar ? das Unternehmen hinter EOS namens Block.one mit Sitz auf den Kaiman-Inseln ist durch klassisches Wagniskapital finanziert. EOS-CTO Dan Larimer genießt unter Blockchain-Enthusiasten einen guten Ruf, weil er zwei der bisher technisch besten Blockchains wesentlich mitentwickelt hat: Steem und Bitshares. Und in Zeiten wie diesen reicht das offenbar, um dreistellige Millionensummen ? perspektivisch über eine Milliarde Euro ? für Tokens einzusammeln, von denen heute niemand so genau sagen kann, wofür sie einmal gut sein werden.

Wie viele der Token Sales wird auch der von EOS durch China angetrieben: Dort hat die Bitcoin-Koryphäe Xiaolai Li den ICO eines weiteren Blockchain-Startups namens Press.one angekündigt, das auf EOS aufsetzen soll. 50 Prozent der angestrebten Finanzierungssumme von 200 Millionen Dollar sollen durch die derzeit gehandelten EOS-Tokens zustande kommen. Um sich an einem ICO zu beteiligen, müssen die Investoren also zunächst an einem anderen teilnehmen ? oder die Tokens über eine der Kryptowährungsbörsen wie Kraken tauschen, wo diese gehandelt werden.

Das FOMO-Phänomen: Fear of missing out

Doch es ist noch etwas anderes, was das Geld in die ICOs und Token Sales spült: Die kometenhafte Preisentwicklung von Bitcoin, Ether und einigen anderen Kryptowährungen wie Zcash und Monero, die auf Anonymität setzen oder Ripple, das die Unterstützung einiger Banken hat, führt zu einem Phänomen, das auch wesentlicher Treiber der Dotcom-Blase um die Jahrtausendwende war: das FOMO-Syndrom ? ?Fear of missing out? ?, die Angst, den nächsten Krypto-Hype (wieder) zu verpassen. Der Gedanke dahinter: Nachdem jetzt schon gefühlt die halbe Tech-Welt mit Bitcoin und Ether reich wurde, bin ich jetzt aber auch mal dran.

Von der klaren Mehrheit , vielleicht sogar allen derzeitigen Unternehmen, die oftmals mit nicht mehr als einer Idee Millionensummen in Ether einnehmen, wird in zehn Jahren niemand mehr sprechen. Da wird sich der derzeitige Krypto-Boom nicht anders verhalten als der Dotcom-Boom rund um die Jahrtausendwende, als viele Millionen in Startups versenkt wurden, von denen heute niemand mehr redet.

Doch Kennzeichen der Dotcom-Ära war es auch, dass neben vielen gescheiterten Startups Amazon und Google entstanden. Amazon wurde 1994 in einer sehr frühen Phase des Internet-Booms gegründet, Google 1997. Vielleicht also entstehen ja auch gerade die Amazons und Googles der Blockchain? Dann hätte,  wer genug Expertise hat, um auf das richtige Startup zu setzen, die Chance, sehr früh in ein erfolgsversprechendes, vielleicht sogar revolutionäres Unternehmen investieren.

Was bringt die Blockchain wirklich?

Doch ist die Blockchain tatsächlich die vielversprechendste Technologie seit der Erfindung des Internets, wie derzeit so viele behaupten? Das Internet hat den global-vernetzten Informationsaustausch gebracht ? die Kopie steht hier im Vordergrund. Die Blockchain mit ihren auf mathematischen Berechnungen basierenden Absicherungen etabliert das Prinzip des digitalen Besitzes ? digitale Informationen, die sich gerade nicht beliebig kopieren lassen und dadurch Wert bekommen.

Ein beliebtes Beispiel für den Einsatz der Blockchain über Kryptowährungen hinaus ist das deutsche Startup Slock.it, das bereits jetzt mit RWE am Einsatz der Blockchain für die Elektromobilität zusammenarbeitet und Ethereum unter anderem als Grundlage nutzen will, um Fahrräder zu verleihen. Slock.it entwickelt ein Schloss, das sich mit der auf Ethereum basierenden Währung Ether öffnen lässt, wodurch gleichzeitig ein Vertrag geschlossen wird. Doch welches Problem löst das wirklich? Fahrräder lassen sich auch heute per App ausleihen ? und den Nutzer dürfte es nicht interessieren, ob dafür eine Blockchain oder eine normale Datenbank zum Einsatz kommt.

Bei vielen dieser und ähnlichen Visionen bekommen derzeit vor allem Anhänger der Idee von Dezentralisierung feuchte Hände. Nicht selten steht dahinter auch eine politische Ideologie. EOS-CTO Dan Larimer beispielsweise ist ein radikaler anarchokapitalistischer Libertärer, der sich als ?Voluntarist? bezeichnet und sogar staatliche Polizei und Gefängnisse ablehnt. Häufig wird in den Visionen der Anhänger der Technologie alles über die Blockchain abgewickelt ? bis zum Bezahlen der Stromrechnung. Am Ende wird dadurch der Staat überflüssig, das gesamte Leben nur noch in gegenseitigen per Code durchgesetzten Verträgen zwischen Individuen auf Basis der Blockchain verhandelt.

Es bleibt dabei aber oft rätselhaft, warum normale Verbraucher ein Interesse daran haben sollten. Der praktische Nutzen für mögliche Kunden und Anwender bleibt häufig eher abstrakt. Am Ende leiht er sich im Falle von Slock.it ein Fahrrad, in anderen Visionen sind das Autos oder Wohnungen ? doch all diese Geschäftsmodelle gibt es heute schon auf Basis von Plattformen wie etwa Airbnb für Wohnungen. Die Idee, dass dies alles dezentral passiert, scheint derzeit vor allem Blockchain-Enthusiasten zu begeistern. ?Wenn Vertrauen oder Robustheit kein Thema sind, gibt es nichts, was eine Blockchain bietet, das nicht auch mit einer regulären Datenbank umgesetzt werden kann?, schrieb der Blockchain-Unternehmer Gideon Greenspan bereits 2016.

Ein wenig wirkt die Blockchain-Technik auch nach jahrelanger Diskussion daher immer noch wie das alte Informatiker-Phänomen: Habe Lösung, suche Problem. Dennoch: Es gibt sicherlich Geschäftsmodelle, bei denen Dezentralität, Robustheit und Vertrauen die entscheidenden Faktoren sind ? beispielsweise bei internationalen Geld-Transaktionen. Die Möglichkeiten des Internets offenbarten sich auch noch lange nicht bei seiner Erfindung oder seinem Durchbruch als Massenmedium.

Auf Grundlage der Blockchain werden sicher Geschäftsmodelle etabliert werden. Eine erste ?Killer-Applikation? der Blockchain ist sogar schon gefunden: Bei allen Übertreibungen am Markt sind ICOs und Token-Sales eine einfache Möglichkeit der globalen Crowdfinanzierung, die derzeit massenhaft zum Einsatz kommt ? aktuell noch vorbei an jeder Regulation. Letzteres wird sich sicher ändern ? aber die Technologie ist da und wird genutzt.

Die drei großen Fragen der Blockchain 3.0

Die drei großen offenen Fragen in Bezug auf eine Blockchain 3.0 lauten allerdings:

  1. Wann wird es soweit sein?
  2. Wie stark werden diese Unternehmen unser Leben verändern und wie groß wird ihr Geschäft?
  3. Auf Basis welcher Blockchain-Technologie wird die Blockchain 3.0 entstehen ? und wer profitiert davon?

Der aktuelle ICO-Boom ist natürlich eine Blase mit Ansage. Zu dem bereits seit längerem bestehenden Wildwuchs an Krypto-Währungen von bereits etablierteren Währungen wie Litecoin, Zcash oder Ripple mit jeweils validen Alleinstellungsmerkmalen bis zu abstrusen Erfindungen wie Beercoin gesellt sich aktuell ein Wildwuchs an Tokens. Sehr wenige davon versprechen glaubhaft Probleme zu lösen, die bisherige Blockchain-Technologien nicht leisten.

Und die Geschichte der Kryptowährungen zeigt, dass die Marktkapitalisierung wenn überhaupt nur lose damit verknüpft ist, wie gut die technische Grundlage ist. Bitcoin als Pionier und bekannteste Kryptowährung hat immer noch die mit Abstand größte Marktkapitalisierung. Dabei ist die technische Basis laut Experten schlechter als die fast aller anderen großen Kryptowährungen ? immerhin konnten die von den Unzulänglichkeiten der Pionier-Währung lernen.

Ethereum und Ether, deren um Smart Contracts erweiterte Blockchain-Technologie recht früh startete, stehen unangefochten auf Platz zwei. Blockchain-Technologien, die laut vielen Experten technisch besser sind ? darunter die vom heutigen EOS-CEO maßgeblich mitgeschaffenen Kryptowährungen Bitshares und Steem ? stehen in ihrer Marktkapitalisierung deutlich hinter technisch weniger ausgefeilten, aber bekannteren Kryptowährungen.

Und dennoch könnte gerade jetzt tatsächlich das Amazon und das Google einer kommenden Blockchain-Ökonomie entstehen, das unser Leben in zehn oder zwanzig Jahren nicht weniger prägt, als es die beiden Unternehmen heute tun. Allerdings muss das auch nicht unbedingt eines der derzeit gehypten ICO-Startups sein.

Vielleicht entsteht es auch gerade mit klassischem Wagniskapital ? das Blockchain-Konsortium R3 hat gerade 107 Millionen Dollar von zahlreichen Banken wie UBS, Barclays, ING, Wells Fargo, Banco Bradesco, Itaü Unibanco und Natixis eingesammelt. Vielleicht entsteht die kommende Blockhain-Baistechnologie in einer Studenten-WG ganz ohne Fremdkapital durch eine geniale Idee ? oder als Open-Source-Projekt einer Community.

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Hololens: Nächste Version der Mixed-Reality-Brille bekommt KI-Coprozessor

Der SoC der nächsten Hololens-Generation wird über einen eigenen KI-Coprozessor verfügen.

Microsoft: Nächste Hololens-Generation bekommt KI-Coprozessor

Microsoft hat erste Details zur nächsten Version der Hololens bekanntgegeben. Der Software-Konzerns will in die nächste Version einen Coprozessor integrieren, der den Einsatz neuronaler Netzwerke direkt in der Mixed-Reality-Brille ermöglichen soll. Der Coprozessor soll Bestandteil der nächsten Version des speziell für die Hololens entwickelten Multiprozessors sein, der für die Verarbeitung der Sensordaten gedacht ist.

Mixed Reality: Microsofts Hololens in Bildern

Augmented-Reality: Die Hololens kommt nach Deutschland. (Foto: Microsoft)

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Microsoft folgt damit dem aktuellen Trend. Auch der Chipdesigner ARM hat bereits erste Ein-Chip-Systeme mit KI-Funktionen präsentiert. Die sollen in Smartphones zum Einsatz kommen. Auch Apple soll entsprechende Hardware für das nächste iPhone in der Pipeline haben. Bislang wurde für künstliche Intelligenz optimierte Hardware vor allem im Server-Bereich eingesetzt. Dank der neuen Chips könnten viele dieser Aufgaben künftig direkt auf den entsprechenden Geräten, ohne Umweg über die Cloud, erfüllt werden.

Hololens: Microsoft hält sich mit weiteren Details zur nächsten Version zurück

Microsofts neuer KI-Koprozessor befindet sich derzeit noch in der Entwicklung. Im Rahmen der CVPR-Konferenz in Honolulu hat Microsofts KI-Chef Harry Shum aber immerhin schon eine Live-Demonstration des Chips vorgeführt. Wann die Hololens 2 auf den Markt kommt, bleibt indes unklar. Branchenexperten rechnen jedoch mit einer Veröffentlichung der neuen Hardware im Jahr 2019. Eine Bestätigung dazu von Microsoft gibt es allerdings nicht.

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t3n Deal des Tages: 10-Euro-Gutschein für deine Conrad-Bestellung

Bei Conrad könnt ihr im Rahmen des Happy-Summer-Gutscheins momentan einen Rabatt von zehn Euro bekommen. Der erforderliche Mindestbestellwert liegt bei 59 Euro.

(Grafik: Conrad / t3n)

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datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz

Update: 21.07.17

Cyber-Angriffe: In Deutschland jedes zweite Unternehmen betroffen

?Die hohe Zahl der betroffenen Unternehmen zeigt deutlich, dass wir auf dem Gebiet der Cyber-Sicherheit in Deutschland noch Nachholbedarf haben?, sagt BSI-Präsident Arne Schönbohm.

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Ransomware: Die Seuche des 21. Jahrhunderts

Hatem Naguib, Barracuda Networks

Ransomware als die Seuche des digitalen Zeitalters.

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it-sa 2017: Messezentrum Nürnberg meldet zunehmende Auslandsbeteiligung

Das Internet kennt keine nationalen Grenzen und die Vernetzung von Geräten eröffnet Cyber-Kriminellen neue Angriffsflächen ? auf der ?it-sa? können sich IT-Sicherheitsexperten informieren, wie sie Betriebe besser vor digitaler Spionage und Sabotage schützen können.

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Sofortüberweisung: Bundesgerichtshof bestätigt Auffassung der Verbraucherzentrale

Der BGH hat die Auffassung des vzbv bestätigt, wonach die einzige kostenlose Zahlungsart Verbraucher nicht dazu zwingen darf, mit einem nicht beteiligten Dritten in vertragliche Beziehungen zu treten und diesem hochsensible Finanzdaten zu übermitteln.

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IUNO-Honeynet: Zwölf Millionen Netzzugriffe innerhalb eines Jahres

Datensicherheit: Zwölf Millionen Netzzugriffe auf IUNO-Honeynet

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Update: 21.07.17

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Die Digitalisierung nimmt Fahrt auf. Dr. Robert Mayr, Vorstandsvorsitzender der DATEV e.G., zeigte sich auf der Jahrespressekonferenz sicher, dass die Automatisierung der Finanzbuchführung unaufhaltsam voranschreitet.

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In unseren neuen Kompaktwissen werden Besonderheiten und Sonderthemen des Bauhaupt- und Baunebengewerbes praxisnah erklärt.

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Update: 21.07.17

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Für Freitag, den 28.07.2017 sind mehrere Service-Releases geplant.

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Microsoft Updates im Juli 2017 - Verträglichkeitstests beendet

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